Wie geht Meditation

„Schau dir ruhig und achtsam an, was dein Geist Tag für Tag an wilden Gedanken produziert – und distanziere dich von ihnen. Die Mehrheit dieser Gedanken ist nutzlos und irrelevant. Nutze die guten Ideen, aber lass dich davon nicht bestimmen. Prüfe sie kritisch und bewahre nur die, bei denen Herz und Bauch mithüpfen.“

Je mehr du beobachtest und dich von deinem Denken distanzierst, umso eher wird dein Geist aufhören, Gedanken zu produzieren, die dir nichts bringen – sondern nur Energie verschwenden.

Dein Geist verlangt tagtäglich von dir, etwas zu tun, zu planen, zu wollen… Er will die Vergangenheit beurteilen, bewerten, nachspielen oder sich in der Zukunft aufhalten. Was wäre, wenn… Was hätte ich gerne, … wie es sein sollte… Lass dich darauf immer weniger ein. Versuche, dieses Muster zu erkennen und loszulassen.

Heute musst du nichts tun, nichts planen, nichts wollen… sondern die Einfachheit und Lebendigkeit des momentanen Seins spüren.

Nur über die Stilllegung deines Geistes kannst du dich von all deinen täglichen Bemühungen, deinem Streben nach Mehr freimachen. Dich nicht mehr mit irgendwelchen Gedanken identifizieren, diesen Wunsch-Vorstellungen oder Vergangenheits-Zurechtrückungen.

Der Geist hat Angst vor Arbeitslosigkeit. Deswegen hält er dich kontinuierlich auf Trab – und deswegen suchen wir so häufig nach geistiger Ablenkung: über Serien, Filme, Bücher, Podcasts, Essen, Sport, …

Wenn du Lust hast, das gedankliche Kino auszuschalten und dich nicht länger von deinem Verstand bestimmen zu lassen, dann kannst du mit dem Üben von Meditation beginnen. Kleine Mini-Momente wird es geben, die vielleicht immer länger werden, in denen der Geist mal kurz Ruhe gibt. Wunderbare Momente!

Wie geht Meditation

  1. Such dir die Stille, d.h. einen stillen ruhigen Ort in deiner Wohnung.
  2. Setz dich auf den Boden. In den Schneidersitz – wenn möglich – bequem auf einem Meditationskissen.
    1. Wenn du magst: mit dem Gesicht zur Wand (Das sorgt für mehr innere Ruhe und weniger Ablenkung).
  3. Setz dich bequem hin, aber halte deinen Rücken gerade. Es ist waches Sitzes. Ein gerades Rückgrat unterstützt Wachsein.
  4. Lege deine Hände ineinander, die Daumen berühren sich sanft. Oder lege die Handrücken auf deinen Oberschenkeln ab. Die Handflächen nach oben oder unten, wie es sich für dich gut anfühlt.
  5. Schließe deine Augen und stelle einen Timer: 5-10 Minuten für den Anfang.
  6. Konzentriere dich auf deinen Atem und schau ihm zu, wie er aus deinem Körper hinein und wieder hinaus fließt.
  7. Wenn Gedanken kommen, etikettiere sie. Gib ihnen einen Namen: „Plan“, „Vorstellung“, „todo“, .. was auch immer. Und lass den Gedanken wieder los. Denke ihn nicht weiter, sonst verschwendest du deine Zeit.
    (Das kannst du übrigens auch in jeder Yogastunde üben, in jeder Position.)
  8. Sitze einfach nur und atme und beobachte. Bis der Timer klingelt. Nicht vorher aufstehen. Den Geist stillzulegen braucht Disziplin. Und jahrelanges Üben.

Geführte Meditationen

Geführte Meditationen sind Meditationen, bei denen ein Lehrer spricht und dich so begleitet. Häufig gibt es ein Thema, wie z.B. „Mitgefühl“, „Selbstliebe“, … Der Lehrer und seine Stimme sollten mit dir räsonieren, d.h. du solltest dich aufgehoben und geborgen fühlen, wenn er/sie spricht.

Suche dir Podcasts, Apps oder auf Google/Youtube ein paar Meditationen aus und probiere dich einfach durch. Brich ruhig ab, wenn es dir nicht gefällt. Für mich sind die Podcasts von Tara Brach ganz besonders – aber das ist nur mein persönliches Empfinden. Es gibt so viele!

Viel Freude beim Sitzen und Üben. 

PS: Es gibt kein „Ziel“ beim Meditieren. Das wäre westliches Leistungsdenken. Sitze einfach und genieße die Ruhe und alles, was sich zeigt.

 


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